Mobilität und Verkehr

Das Thema Mobilität hört sich einfach an. Aber wenn man sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, dann erkennt man erst die Vielfältigkeit dieses Themenfeldes.

Mittlerweile ist festzustellen, dass sich die Mobilität deutlich zu intelligenten Verkehrsmitteln in Form eines individualisierten ÖPNV, einer verstärkten Nutzung und Carsharing verschiebt, denn der demografische Wandel wird zum Treiber innovativer Mobilität. Durch Studien wird bereits jetzt deutlich, dass Sharing zur neuen Kulturtechnik einer vernetzten Gesellschaft und somit zum Funktionsprinzip in der Mobilität von morgen wird.

Bei der Mobilität muss man aber genau prüfen welche Bedürfnisse und Anforderungen in der Mobilität von Morgen besonders wichtig sind. Hier muss man die ältere Generation stark mit einbinden. Menschen wollen sich auch weiterhin persönlich austauschen. Kulturell ist man daher so geprägt, dass man notwendigerweise mobil ist, denn dies entspricht immer auch dem Drang nach gesellschaftlicher Teilhabe.

Flexibel, unabhängig von Ort und Zeit zu arbeiten zu können wird immer wichtiger. Der Wunsch komfortabel zu reisen und zugleich produktiv sein zu können, steigt und damit die Nachfrage nach einer Infrastruktur fürs mobile Arbeiten, die Wegzeiten zu wirklicher Arbeitszeit werden lässt.

Aber auch wenn wir uns alle noch so sehr bemühen, werden wir es nicht schaffen den Individualverkehr komplett auf Bus und Bahn zu lenken. Es muss uns trotzdem gelingen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver zu machen. Der Bahnanschluss in Quakenbrück bringt uns einen Standortvorteile, um z.B. schnell nach Osnabrück oder Oldenburg zu kommen. Hier gilt es zu versuchen über noch bessere Taktungen das Angebot attraktiver zu machen. Beispielhaft sind aber auch der Bürgerbus Badbergen oder die Verbindungen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS; siehe auch die App VOSpilot) zu erwähnen, die bereits jetzt ein gutes Angebot unterbreiten, sodass man schon des Öfteren auf sein eigenes Auto verzichten könnte.

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass die Radwege im gesamten Artland voller werden. Gerade E-Bikes sind bei uns mittlerweile im Trend, um so auch weitere und attraktivere Strecken zu bewältigen. Corona hat den Trend zum Radfahren noch einmal deutlich verstärkt. Fahrradhändler konnten die hohe Nachfrage zeitweise kaum noch bedienen, beliebte Fahrradmodelle und gerade E-Bikes waren zum Teil vergriffen. Auch Anbieter von Leihrädern melden Rekordzahlen.

Für den Radtouristen und auch für uns selbst ist es daher wichtig, dass wir hier eine vernünftige Infrastruktur anbieten. Dies bedeutet nicht nur den Bau oder den Ausbau von Radwegen/Radschnellwegen, sondern auch E-Ladestationen, gute Leitsysteme oder auch der sichere Weg für unsere Schulkinder.

Eine Fahrradstadt wie Quakenbrück sollte daher versuchen den Mobilitäts-Mix in Einklang zu bringen, denn nur durch attraktive Angebote ist es möglich weitere CO²-Einsparungen und somit einen Mehrwert für die Umwelt zu erzielen.

Ebenso wichtig ist eine zeitgemäße Verkehrspolitik mit verkehrsberuhigten Zonen in den Wohngebieten, standartmäßig Tempo 30 km/h an Gefahrenstellen, insbesondere an Kindergärten und Seniorenwohnanlagen sowie eine zielführende Diskussion über Fußgängerbereiche in der Innenstadt.

Wichtig ist mir bei dem ganzen Thema, dass sich die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer am Ende erhöht. Dazu gehören auch vernünftige und umsichtige Kontrollen.

„Zusammen für das Artland“

VERWALTUNGSERFAHRUNG AUF VERSCHIEDENSTEN EBENEN

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LEIDENSCHAFT FÜR DIE KOMMUNALPOLITIK