Ausflug mit der roten Gruppe

Waldpädagogik ist toll

Von: Redaktion | michael-buergel.de

08. Juni 2021

Einfach die Augen schließen und den Wald hören. Das ist eine Übung, die Dr. Kristina Kemme empfiehlt, um den Wald zu erleben. „Das mache ich gemeinsam mit den Kindern, damit sie den Wald mit allen Sinnen erfahren können“, erläuterte sie und dabei war ihr Enthusiasmus für diese Aufgabe spürbar. „Positive Erlebnisse mit dem Wald verbinden, das Forschen und Experimentieren und dabei nahezu unmerklich den Kindern etwas beizubringen sowie die Faszination für den Wald zu wecken, das sind die herausragenden Ziele der Waldpädagogik“, erläutert Kristina Kemme ihre Vorgehensweise. Wer den Wald, aber auch die ganze Natur auf diese Art positiv wahrnimmt, wird sich später für deren Erhalt einsetzen, erfahren die Besucher über die Zielsetzung des Projektes. Die Angebote von Kristina Kemme für die Kitas waren vorher schon gut besucht, aber durch die Bewerbung über das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept des Nördlichen Osnabrücker Landes (ILEK NOL) hat es zusätzlich nochmal Fahrt aufgenommen, denn die Samtgemeinde Artland trägt zudem die kompletten Kosten einschließlich der Fahrtkosten. Regionalität bei der Auswahl des besuchten Waldes und Internationalität bei den Waldbesuchern ergänzen sich hervorragend, konnten Michael Bürgel und seine Begleiter erfahren. „Es braucht nicht viele Worte, um ein Waldmemory zu erklären“, erläutert die Waldpädagogin, „aber es schafft Gemeinsamkeiten über die Sprachgrenzen hinaus.“ Auch über die Wiederaufnahme der Wald-Rallye für Erwachsene wird nachgedacht, erfuhren die Besucher auf Nachfrage. Mit dieser Waldpädagogik beschreiten wir einen wichtigen Schritt in Richtung Wertschätzung für die Natur und damit in Sachen Umweltschutz, waren sich alle einig.

Mich hat das Thema so neugierig gemacht, sodass ich es selbst hautnah erleben wollte. Daher habe ich mich riesig über die Einladung der roten Gruppe der ev. Kindertagesstätte Bethanien gefreut, die mich einfach zu ihrem Ausflug Waldpädagogik mitgenommen haben. Alles das was hier bereits im Vorfeld beschrieben wurde kam bei den Kindern so großartig an, sodass ich nur in leuchtende Augen geschaut habe. Nicht nur die verschiedenen naturnahen Spiele unterwegs, sondern auch den Mut der Kinder zu sehen, wenn sie Nackt- oder Weinbergschnecken anfassen oder die Blätter der Knoblauchraute essen. Ich fand es absolut bemerkenswert wie sich die Kinder dabei auch noch gegenseitig unterstützt haben. Und als es zum Abschluss noch darum ging mit dem was der Wald so hergibt sein eigenes Tattoo zu erstellen gab es kein Halten mehr bei den Kindern. Für mich war es auf jeden Fall ein ganz toller Vormittag mit vielen tollen Ideen im Bereich der Waldpädagogik. Dieses Angebot kann ich allen nur wärmstens ans Herz legen. Der Wald bietet so viel!

Mein Dank geht hier an die rote Gruppe! Ihr wart spitze!!

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„Zusammen für das Artland“