Punkt 1 der gemeinsamen Initiative mit der SPD Quakenbrück

TUNNEL: Wir benötigen dringend eine verbesserte Lösung!

31. Mai 2021

Quakenbrück. „Es wächst zusammen, was zusammengehört“ (Willy Brandt). Seit Bestehen der Bahnlinie beschäftigt dieses Thema uns Quakenbrücker, denn sie bildet einen massiven Bruch zwischen den beiden Stadtteilen Alt- und Neustadt. Diese Trennung sollte 1980 durch den Bau des Tunnels aufgehoben werden. Es war damals eine schöne Signalgebung, aber der Tunnel hat wenig dazu beigetragen. Mein Ziel ist es die Menschen nun zu vereinen. Oberste Priorität hat dabei für mich ein barrierefreier Übergang. Aber warum eigentlich nicht beides, denn der Tunnel hat als Achse auch eine wichtige Funktion.

Da bislang mehr Argumente für einen ebenerdigen Bahnübergang sprachen, lautete die Antwort der dafür gegründeten Arbeitsgruppe: „Der Tunnel für Radler und Fußgänger in der Hasestraße in Quakenbrück soll verschwinden. Er soll zugeschüttet und verdichtet werden und an seiner Stelle soll ein höhengleicher Bahnübergang angelegt werden.“

Diese entstehenden Kosten kann man aus meiner Sicht viel besser in die Umgestaltung des Tunnels investieren.

Kurz vor Weihnachten aber hat die Stadt Quakenbrück von der @DB-Netz-Niederlassung Osnabrück erfahren, dass sich die vorhandene Bahnübergangssicherungsanlagen (Schranken und Lichtzeichen) der gewünschten Querung technisch nicht in die beiden bestehenden Stellwerke einbinden lassen. Aus Sicht der DB ist die Einbindung zusätzlicher Bahnübergangssicherungsanlagen weder wirtschaftlich noch technisch sinnvoll. Mit einer Modernisierung sei nach derzeitigem Stand aber nicht vor den 2030er-Jahren zu rechnen. Diese Information hätte man sicher viel früher benötigt, denn so hat die Aussage der DB eine bremsende Wirkung in der Umsetzung erzielt. Sollen wir der Hinhaltetaktik der Bahn noch weiter folgen oder gar nichts tun?

Hier sage ich ganz klar: NEIN! ES MUSS SICH ETWAS ÄNDERN! Wir brauchen dringend eine verbesserte Lösung!

Wir sollten aufgrund der aktuellen Ergebnisse jetzt weiterdenken und weitere Planungen für den Verkehr berücksichtigen. Da angedacht ist, die Hasestraße zukünftig als Fahrradstraße umzugestalten, habe ich mir vor Ort noch einmal den Tunnel angesehen und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass „Tunnel oder ebenerdiger Bahnübergang“ die falsche Frage ist! Meines Erachtens geht hier tatsächlich beides.

Wenn man den Fußgängertunnelbereich barrierefreier gestaltet, ist weiterhin genügend Platz, um zu einem späteren Zeitpunkt neben dem Fußgängertunnelbereich einen ebenerdigen Bahnübergang zu schaffen und den Teil des Tunnels für Radfahrer zu behalten. So könnten in Zukunft die, die es eilig haben, weiter den Tunnel benutzen, ohne vor der Schranke warten zu müssen und die, die den Tunnel nicht benutzen möchten, den ebenerdigen Bahnübergang benutzen. Alles barrierefrei nach neuesten Erkenntnissen.
Ein weiterer Vorteil wäre auch, dass man für den Umbau keinen provisorischen Übergang schaffen muss.

WIR WERDEN DIESES THEMA ANGEHEN! 

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