Besuch mit dem SPD-Ortsverein Badbergen beim Lohnunternehmer, Landwirt und Galloway-Züchter Franz-Josef Otte

Von: Redaktion | michael-buergel.de

2. Juli 2021

Als Sohn eines Malerbetriebes aus Voltlage stand für ihn schon früh fest, dass er kein Maler, sondern Landwirt werden will. Auch heute ist er noch mit Herzblut Landwirt! Sein 1. Ausbildungsjahr hat ihn damals schon ins wunderschöne Artland verschlagen. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie auf einem Markkotten in Badbergen, den er gerne jeden Tag aufs Neue entdeckt und die Geschichten seines Hofes innig aufnimmt.

Er bewirtschaftet mittlerweile rund 260 ha. Er ist dabei breit aufgestellt: Ackerflächen, Dauergrünland, Blühpatenschaften, NAU, Feuchtgrünland oder Flächen für einen Kompensationspool… unterstützt wird er dabei von seinen 8 festen Mitarbeitern. Früher waren es sogar 16 Mitarbeiter, aber auch er hat gemerkt, dass es immer schwieriger wird gute Fachkräfte zu bekommen. Dies hatte zur Folge, dass er seinen Betrieb umstrukturieren musste.

Auf einem Rundgang hat er uns die Vielfalt seiner Hofanlage präsentiert.

Wenn man sich mit ihm unterhält, dann lernt man einen Menschen kennen, aus dem die Ideen nur so raus sprudeln. Stillstand gibt es bei ihm nicht. Zum Ziel hat er sich dabei gemacht, dass er nur noch das macht, was ihm wirklich Spaß macht. So vor 5 Jahren, als er mit 4 Tieren angefangen hat eine Galloway-Zucht aufzubauen. Die Herde hat nunmehr bereits eine Größe von 67 Tieren. Auf Nachfrage, ob dies denn noch ein Hobby sei, sagte er überzeugt, dass der Aufwand als Hobby zu groß geworden ist und dies nunmehr einen weiteren Zweig seines Betriebes darstellt. Aktuell plant er in seinem Hofladen sogar die Selbstvermarktung seiner Galloway-Produkte. Die Tiere schlachtet er dabei jedoch nicht selbst. Bereits jetzt findet man in seinem Hofladen eine kleine Produktpalette.

Der Hof bietet sogar die Möglichkeit in einer Eventscheune Feiern abzuhalten. Wenn die Bäume auf seinem Innenhof dann auch noch dezent ins Licht gebracht werden, dann schwärmt er von einer großartigen Atmosphäre. Aktuell saniert er dafür die Sanitäranlagen, die kurz vor Fertigstellung stehen. Hierbei helfen ihm auch die Mittel der Dorfentwicklung.

Vielfältig wie er einmal ist, wird er seit kurzem auch als Anbieter bei Stadt-Land-Bus-Camping gelistet.

Für das ein oder andere Nebengebäude hat er auch schon die Überlegung angestellt, wie hier eine zukünftige Nutzung aussehen könnte. Hier kann er sich vorstellen das ein oder andere Nebengebäude umzunutzen, um dort zukünftig kleine Mietwohnungen anzubieten. Hier habe ich ihm meine Unterstützung zugesagt, denn kleine Mietwohnungen sind gesucht und begehrt. Am besten sogar, wenn sie möbliert sind.

Den netten informationsreichen Termin haben wir dann bei einer leckeren Galloway-Wurst und einem kühlen Kaltgetränk ausklingen lassen. Danke für die großartigen Einblicke! Weiterhin viele gute Ideen!

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„Zusammen für das Artland“