Alter im Mittelpunkt

Was ist Senioren wichtig und wie können wir die Lebensqualität unserer Senioren verbessern?

Von: Redaktion | michael-buergel.de

11. Juni 2021

Nicht nur das waren wichtige Punkte, die ich mit unserer Seniorenbeauftragten der Samtgemeinde Artland, Frau Anja Guichelaar-Hömmen, einmal näher erörtern wollte. Sie ist ehrenamtlich tätig und hat sogar einen Sitz im Ausschuss Bildung, Familie und Vereine.

Im Rahmen ihres Ehrenamtes kümmert sie sich vornehmlich um die Bereiche Beratung und Informationen zum Thema Pflege, gesellschaftliche Teilhabe und der Seniorengesundheit. Ihre Beratungen finden aktuell zumeist im privaten Umfeld der Anfragenden statt, denn viele Senioren*innen sind leider mobilitätseingeschränkt, sodass sie nicht ins Büro des Mehrgenerationenhauses kommen können, wo sie eigentlich ihr Büro hat.

Corona hat dafür gesorgt, dass viele ihrer Ideen noch nicht so angelaufen sind, wie sie es sich erhofft hat. Gerade was den Bereich Vernetzung angeht. Sie möchte erreichen, dass eine Vernetzung aller ehrenamtlich mit der Seniorenarbeit betrauten zustande kommt. Hier wäre es aus meiner Sicht aber auch sehr wichtig, dass man dabei die privaten und ambulanten Pflegedienste mit einbindet, um so z.B. gemeinsame Veranstaltungen für alle Senioren gleichzeitig anzubieten. Auch war man sich einig, dass man mehr Angebote für Senioren*innen schaffen könnte. Hierzu hatten wir beide schon sehr gute Ideen.

Schwierig wird es aber bei der Aufgabe den so wichtigen ambulanten Sektor besser zu stärken. All unsere Pflegeinrichtungen werden dringend benötigt. Aber was tun wir, wenn die derzeit noch zu Hause gepflegten Angehörigen und Verwandten von jetzt auf gleich in ein Pflegeheim kommen? Ist die Unterbringung dann noch gewährleistet?

Zu beachten ist dabei, dass den Kommunen hierarchische Steuerungsmöglichkeiten weitgehend fehlen, da mit der Einführung der Pflegeversicherung die Steuerungskompetenzen im Pflegesystem auf Bundes- und Landesebene zentralisiert wurden. Die Aktivitäten sind daher überwiegend auf den freiwilligen Aufgabenbereich im Rahmen der Daseinsvorsorge beschränkt. Hier könnte ich mir aber z.B. vorstellen, dass man eine kommunale Investoren- und Trägerberatung einführt, um so etwa innovative ambulante Träger im Bereich neuer Wohnformen zu unterstützen.

Dann habe ich ihr aber abschließend noch ein großes Problem mitgeteilt. Die Rheuma Liga AG nutzte bis vor kurzem noch das Bewegungsbecken im CKQ. Dieses für die Rheuma Liga AG so wichtige Bewegungsbecken wurde aber leider geschlossen. Alternativ hat man ihnen jetzt die Möglichkeit gegeben das Hallenbad in Quakenbrück zu nutzen. Eine großartige und spontane Unterstützung der Samtgemeinde. Dieses wird aber vermutlich nur übergansweise möglich sein. Was aber tun? Der Verein besteht aktuell aus rund 400 Mitgliedern. Davon nutzt rund die Hälfte regelmäßig das gesundheitliche Angebot im Bewegungsbecken.

Aus meiner Sicht wäre die Möglichkeit auf der Freibadanlage ein Variobecken zu installieren. Dieses Becken ist höhenverstellbar, sodass man es sogar vielfältig nutzen kann. Eine Erkundigung beim Nettebad Osnabrück ergab sogar, dass man durch dieses Variobecken eine schwarze Null schreiben kann. Wir waren uns beide ganz schnell einig, dass wir hier unterstützend helfen möchten.

Vielen Dank für den wirklich informativen Austausch und Einblicke in diese wichtige ehrenamtliche Tätigkeit!

Copyright by Redaktion | michael-buergel.de

„Zusammen für das Artland“